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Romeo Lardi

ZUVERLÄSSIG IN DER VORBEREITUNG UND BEI DER DURCHFÜHRUNG…

Wer zusammen mit mir auf eine Wanderung – ob eintägige oder wochenlange – geht, muss sich auf meine Zuverlässigkeit als „Wander-Manager“ total verlassen können. Ich lege deshalb besonders grosses Gewicht darauf, die bevorstehende Wanderung in all ihren Komponenten von A bis Z im Griff zu haben. Die Vorbereitung ist dabei am wichtigsten, ist rechtzeitig anzupacken, eher langfristig zu bewerkstelligen. Am besten geschieht dies im direkten Austausch zwischen mir und den Teilnehmern und, falls noch Klärungen fällig, ganz besonders in der Kurzphase unmittelbar vor Anreisebeginn. Hier sind die heutigen Kommunikationsmittel wie e-Mail, WhatsApp, Skype, FaceTime sowie das gute alte Telefon von grossem Vorteil. Der Austausch kann über alle denkbaren Fragen gehen, über zu erwartende Herausforderungen und das Timing des Wanderprogramms, über die materielle Ausrüstung, Bekleidung, Verpflegung… 

Nun ist es eine Binsenwahrheit, dass Wandern in freier Natur und unter offenem Himmel geschieht. Darum widme ich den lokalen, ad hoc Gegebenheiten und dem aktuellen Zustand des Betätigungsfeldes minutiöse Aufmerksamkeit. Ich habe zwar den Parcours rekognosziert und kenne das Gelände der Wanderung sozusagen „aus dem Effeff“. Aus Erfahrung weiss ich aber auch, dass in jedem Gelände – ob in Frühlingspracht oder noch schneebedeckt – die Verhältnisse sogar über Nacht bis zur Widerwärtigkeit umschlagen können.
Als Verhaltensregel gilt deshalb unabdingbar, dass ich auch die perfekt vorbereitete Wanderung noch am Vortag absagen muss und werde, wenn ich sie nicht als ohne weiteres durchführbar beurteile und sie, nach bestem Wissen und Gewissen, als für die erwarteten Wanderer risikolos erklären kann. Und falls der widerwärtige Umschlag überraschend eintritt, wenn man bereits zum Ausgangspunkt der Wanderung unterwegs ist, dann heisst es unausweichlich verzichten und abbrechen! Ausser es biete sich – was jedoch überaus selten ist – eine begehbare Alternativroute als einen, auch in den widerlichen Umständen noch gefahrlosen Ausweg an…

Zur Illustration einer solchen Situation, hiermit dieser kürzlich eingetretene, glückliche Fall: Die Wanderung am letzten Februartag sollte uns auf Schneeschuhen von Cavaglia (1703 m.ü.M.) nach AlpGrüm (2091 m.ü.M.) führen, und zwar durch das Val da Pila; sei es über Dava-Prairol (oder auch Puntalta-Prairolasc-Prairol) durch das Wildschutzgebiet, wo mit Glück ein paar Gämse zu sehen sein könnten, zum Lagh dal’Ombra, hinauf zum Poz dal Dragu, Pru dal Vent, Belvedere, Alp Grüm; sei es rechtsufrig dem Acqua da Pila entlang, an der gegenüberliegenden Costa Parè nach Gämsen Ausschau haltend, nach dem Lagh dal’Ombra zum Poz dal Dragu hinauf, von dort unterhalb der Bahnlinie zur RhB-Station AlpGrüm hinunter. So war es geplant, jedoch – „der Mensch denkt und Gott lenkt“ – über Nacht war Schnee gefallen, wohl wetterdienstlich vorausgemeldet, aber nicht in solchen Unmengen. Wir mussten deswegen beide Routen durch das Val da Pila als zu risikobeladen ausschliessen. Als Ausweg bot sich uns, zum Glück, die unbedenkliche Route über LaDota, Bosch dali Stablini, AlpPalü, hinauf zum Pru dal Vent und nach AlpGrüm. Dank dieser Alternative sind wir auch so zu einer allseits gelungenen Wanderung gekommen!

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